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Herbert List war ein klassisch ausgebildeter Künstler, der die Liebe zur Fotografie mit der Faszination für Surrealismus und Klassizismus verband. List wurde in eine wohlhabende Hamburger Kaufmannsfamilie geboren und begann 1921 eine Lehre bei einem Heidelberger Kaffeehändler, während er an der Universität Heidelberg Literatur und Kunstgeschichte studierte. Während der Reisen für das Kaffeegeschäft zwischen 1924 und 1928 begann der junge List zu fotografieren. 1930 brachte ihn seine künstlerische Neigung und Verbindung zur europäischen Avantgarde mit dem Fotografen Andreas Feininger zusammen, der seinem neuen Freund die Rolleiflex vorstellte, eine anspruchsvollere Kamera, die eine gezielte Komposition von Bildern ermöglichte. Unter dem doppelten Einfluss der surrealistischen Bewegung einerseits und der Bauhauskünstler andererseits fotografierte List Stillleben und seine Freunde und entwickelte seinen eigenen Stil. Er hat seine Bilder als „komponierte Visionen beschrieben, in denen Arrangements versuchen, die magische Essenz einzufangen, die die Welt der Erscheinungen bewohnt und belebt“.

Nachdem er 1936 aus politischen und persönlichen Gründen Deutschland verlassen hatte, machte er sein Hobby zum Beruf. Er arbeitete in Paris und London und lernte George Hoyningen-Huene kennen, der ihn auf „Harper’s Bazaar“ verwies. List war mit den Herausforderungen der Modefotografie unzufrieden und konzentrierte sich stattdessen darauf, Stillleben in seinem Studio zu komponieren. Die dort produzierten Bilder wurden später mit den Gemälden von Max Ernst und Giorgio de Chirico verglichen und ebneten den Weg für List ‚Rolle als prominentester Fotograf des Fotografia Metafisica-Stils.

Griechenland wurde von 1937 bis 1939 zu List Hauptinteressenfeld. Nach seinem ersten Besuch in den antiken Tempeln, Skulpturen und Landschaften wurde im Sommer 1937 seine erste Einzelausstellung in Paris eröffnet. Es folgten Veröffentlichungen in Life, Photographie, Verve und Harper’s Bazaar sowie 1953 sein erstes Buch, ‚Licht Ueber Hellas‘. List, der in Athen arbeitete, hoffte, dem Krieg entkommen zu können, wurde jedoch von einfallenden Truppen gezwungen, 1941 nach Deutschland zurückzukehren. Aufgrund seines jüdischen Hintergrunds war es ihm verboten, offiziell in Deutschland zu veröffentlichen oder zu arbeiten.

1951 lernte List Robert Capa kennen, der ihn überzeugte, als Mitarbeiter von Magnum zu arbeiten. Von 1950 bis 1961 wandte er sich Italien zu und fotografierte alles von Straßenszenen bis zu kontemplativen Fotoessays, von architektonischen Ansichten bis zu Porträts internationaler in Italien lebender Künstler. 1953 entdeckte er die 35-mm-Kamera und das Teleobjektiv. Seine Arbeit wurde spontaner und wurde von seinem Magnum-Kollegen Henri Cartier-Bresson und der italienischen Neorealismus-Filmbewegung beeinflusst. In den nächsten Jahren vollendete er mehrere Bücher, darunter Rom, Caribia, Nigeria und Napoli, dieses in Zusammenarbeit mit Vittorio de Sica.

Als er 1975 in München starb, waren seine Fotografien fast vergessen. Das Interesse hat sich jedoch dank einer schönen Monographie von Schirmer Mosel und vieler Ausstellungen in letzter Zeit wieder belebt. Seine Arbeiten sind in der größten Sammlung von Fotografien vertreten, von der MOMA NY über die VnA in London, das Getty Museum in LA bis zum Pompidou Centre in Paris.

AUSSTELLUNGEN

Klaus Frahm, Neue Flora Hamburg 2015

X-MAS MIX 20. November 2019 – 15. Januar 2020 Verkauft werden ausgewählte Fotografien und Bilder in der POP-UP LOCATION Schlankreye 71 20144 Hamburg (Direkt neben dem Holi Kino) Öffnungszeiten Di.-Fr. 12-18 Uhr und Sa. 11-15 Uhr

Herbert List Ship Superstructures Hamburg, 1930 Gelatin silver print, printed later Estate stamp on verso 144 x 128 cm Ed. 3

6. Dezember 2016 – 28. Januar 2017 Ship Superstructures, Hamburg, 1930 Gelatin silver print, printed laterEstate stamp on verso144 x 128 cmEd. 3

Inge Morath: Bond Street, London Great Britain, 1953 Gelatin siver print, printed 2008 Embossed on recto Estate stamp 50 x 40 cm

SUMMER EXHIBITION: COOL BRITANNIA – BELLA ITALIA 25. Juni 2014 – 31. August 2014 Unter dem Titel Cool Britannia – Bella Italia zeigt die Flo Peters Gallery ab dem 25. Juni 2014 Fotografien, die italienisches Lebensgefühl und britische Coolness spüren lassen. Darunter Arbeiten von etablierten…

Abelardo Morell: Camera Obscura: View of Brooklyn Bridge in Bedroom 2009 C-print Signed, titled and numbered on verso 1/10

30. November 2011 – 31. Januar 2012 Die Flo Peters Gallery beendet das Jahr 2011 wieder mit einer hochkarätigen Gruppenausstellung. Neben Klassikern der Schwarz-Weiß-Fotografie und noch nicht gezeigten zeitgenössischen Arbeiten werden Neuerwerbungen der Galerie präsentiert.

Elliott Erwitt New York City New York, 1999 Gelatin Silver Print Signed, titled and dated on verso Available in different formats

November 5, 2008 – January 30, 2009 Am 4. November eröffnet die FLO PETERS GALLERY unter dem Titel DOGS! eine Ausstellung mit Fotografien von und mit Hunden – berührende, traurige, lustige, inszenierte oder spontane Blicke auf die Hunde selbst oder ihre Besitzer. Die fotografische Zeitreise…

Robert Capa Picasso & Francoise Gilot Golfe-Juan, 1948 Modern gelatin silver print 50 x 40 cm

Groupshow – Every Picture tells a Story … 7. Februar 2008 – 25. März 2008 „…every picture tells a story…“, so der Titel der ab 6. Februar 2008 in der Flo Peters Gallery präsentierten Fotoausstellung. Wie Robert Capas Aufnahme vom D-Day, so erzählt jede der…

Herbert List Octopus Corfu Greece, 1938 Gelatin Silver Print Titled, dated and Estate stamp on verso 40 x 30 cm

September 5, 2007 – September 29, 2007

Elliott Erwitt New York City 1974 Gelatin Silver Print

4. Mai 2005 – 15. Juni 2005 Ab dem 4. Mai präsentiert die FLO PETERS GALLERY die Gruppenausstellung DOGS!. Gezeigt werden Hunde- Fotografien von hochkarätigen Fotografen wie Elliot Erwin, Herbert List und Jacques-Henri Lartigue.

Herbert List war ein klassisch ausgebildeter Künstler, der die Liebe zur Fotografie mit der Faszination für Surrealismus und Klassizismus verband. Unter dem doppelten Einfluss der surrealistischen Bewegung einerseits und der Bauhauskünstler andererseits fotografierte List Stillleben und seine Freunde und entwickelte seinen eigenen Stil.