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Der 1923 in Pittsburg im Bundesstaat Pennsylvania geborene Saul Leiter, war früher Pionier der Farbfotografie, der das quirlige New Yorker Straßenleben festhielten. Ursprünglich wollte seine Familie, dass er Rabbiner wird. In den 1930er-Jahren besuchte er sogar die Talmudical Academy. Aber Leiters Interessen wiesen in eine gänzlich andere Richtung. Er begann Bücher über westliche Kunstgeschichte und japanische Kalligrafie zu lesen, was schlussendlich darin endete, dass er sich dem Wunsch der Familie entziehend, 1946 nach New York ging um Maler zu werden. Dort stellte er gemeinsam mit den Abstrakten Expressionisten u.a. Willem de Koonig aus. In den späten 1940er begann er, neben der Malerei, schwarz-weiß zu fotografieren. Die Fotografieikone Edward Steichen, Mitglied der Photo-Secession und bedeutendster Vertreter des Piktoralismus, war einer der ersten der die Qualität seiner Fotografie entdeckte und seine Werke in zwei Ausstellungen in New York zeigte. Aber bekannt werden, sollte der Künstler für seine Farbfotografien. Bereits in den späten 40er Jahren begann er mit Farbfotografie und war somit seiner Zeit weit voraus. Der Gebrauch der Farbfotografie war in der künstlerischen Kreisen absolut unüblich und fand nur in der Werbung Anwendung. Leiter transformierte das Medium und verwischte die Grenzen zwischen Malerei und Fotografie. Wie ein Maler benutzt er die Kamera, er erzeugt Unschärfen und schafft farbige Kompositionsflächen. Damit knüpft sein Stil knüpft an die visuelle Sprache der abstrakten „New York School“ an, wie z.B. an die Farbfeldmalerei von Mark Rothko. Oft werden seine Hauptakteure durch nasse, beschlagene Scheiben gesehen und erhalten somit einen malerischen fast poetischen Charakter. „Ein Fenster, das mit Regentropfen bedeckt ist, interessiert mich mehr als ein Foto einer berühmten Person“, sagte Leiter einst über seine Arbeit. Leiter zeigt Motive aus seinem unmittelbaren Umfeld, dem New Yorker East Village, dem Stadtviertels dem er bis zum Ende seines Lebens treu geblieben ist. Seine Bilder zeigen alltägliche fast banal wirkende Alltagsszenen aus den Straßen New Yorks. „Ich nehme Fotografien in meiner Nachbarschaft auf. Ich glaube, dass wunderbare Dinge an bekannten Orten passieren. Wir müssen nicht immer ans andere Ende der Welt rennen“, sagte Leiter in einem Interview über seine Einstellung zur Kunst. Heute gelten seine Werke aus den 1940er und 1950er Jahren als Ikonen der modernen Farbfotografie.

Ausstellungen

Arthur Leipzig: Chalk Games, 1950 Gelatin silver print, printed later Signed and titled on verso 40 x 50 cm

AMERICAN PHOTOGRAPHY – FOCUS NEW YORK 1. Juni 2012 – 28. Juni 2012 Mit der Ausstellung „New York Photography 1890 – 1950. Von Stieglitz bis Man Ray“ widmet das Bucerius Kunstforum erstmals eine Ausstellung dem Medium der Photographie. In Anlehnung hieran zeigt die Flo Peters…

Saul Leiter Taxi New York, 1957 Chromogenic print, printed later Signed on verso 28 x 35 cm

February 2, 2012 – April 28, 2012 Geboren 1923 in Pittsburg, Pennsylvania, zieht Leiter 1946 nach New York City, um Maler zu werden. Früh kommt er nach seiner Ankunft in New York mit der Fotografie in Kontakt, besucht Ausstellungen wie die große Cartier-Bresson Retrospektive im…