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FRED STEIN

27. November 201331. Januar 2014

Als einen der Höhepunkte im diesjährigen Programm präsentiert die Flo Peters Gallery ab dem 27. November eine Ausstellung mit Bildern des deutsch-amerikanischen Fotografen Fred Stein. Parallel zur Retrospektive seiner Werke im Jüdischen Museum Berlin wird ihm hier zum ersten Mal in Deutschland eine Einzelausstellung in einer Galerie gewidmet. Fred Stein wurde 1909 in Dresden geboren und studierte Jura in Leipzig. Schon früh politisch aktiv und vom NS-Regime als Jude an der Ausübung seines Berufes gehindert, floh er 1933 zunächst nach Paris. Stein begann, sich der Fotografie zu widmen, und das frühere Hobby diente bald dem Lebensunterhalt. Er porträtierte viele emigrierte Intellektuelle und Künstler, führende europäische Persönlichkeiten, in deren Kreisen er und seine Frau verkehrten. Daneben fing er auf Streifzügen durch Paris Momentaufnahmen voller Hoffnung und Schönheit ein in einer schweren, von Verzweiflung geprägten Zeit. Nach Kriegsausbruch interniert, flohen Fred Stein und seine Frau 1941 weiter nach New York. Seine Leidenschaft wurde zum Beruf: Er dokumentierte das Leben in den Straßen der pulsierenden Großstadt und schuf Porträts von Schriftstellern, Künstlern, Politikern, von Einstein über Dorothy Parker bis zu Henry Kissinger und Frank Lloyd Wright. Steins Fotografien sind schnelle, scharfe Beobachtungen und fangen den Charakter ihres Sujets lebendig und prägnant ein. Dabei geht er mit derselben Spontaneität und Offenheit an Porträts wie an Straßenszenen heran. Seine Bilder, Meisterwerke der „Street Photography“, wirken stets unmittelbar, wahr und ungestellt. Bis zu seinem Tod 1967 arbeitete Fred Stein als erfolgreicher Fotograf und Journalist; seine Bilder und Reportagen erschienen in Büchern und Zeitungen auf der ganzen Welt. Seine zeitlosen Porträts und lebendigen, oft anrührenden Szenen sind heute begehrte Sammlermotive.