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Die Hinterlassenschaft eines Überwachungsstaates: In 111 Regalkilometer lagert die Stasi-Unterlagen-Behörde Schriftgut aus mehr als 40 Jahren DDR-Geschichte. Ein schier unfassbares Ausmaß an Akten und Dokumenten, die Zeugnis ablegen und von Verrat und Anpassung, aber auch von Widerstand und Mut. Dieses Vermächtnis hat Andreas Rehmann in seiner Arbeit „Die Akte“ dokumentiert. Aus jeweils tausend einzelnen Aufnahmen von Karteikästen, Aktentaschen oder Papiersäcken mit zerrissenen Dokumenten wurde eine Fotoserie in fünf Motiven montiert. Fünf Bilder, auf denen das schriftliche Gedächtnis des ehemaligen Spitzelapparates festgehalten ist.
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen: ,,Mit seiner fotografischen Arbeit ist es Andreas Rehmann gelungen, das Monument der Überwachung, das die Stasi-Akten darstellen, eindringlich ins Bild zu setzen. Hinter jeder Akte steht ein menschliches Schicksal. Die Entscheidung des Künstlers, das Archiv mittels einer schier endlosen Aneinanderreihung der Aufbewahrungsformen in Szene zu setzen, zeigt die Massivität des Eingriffs in Menschenleben.“

 

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